Ecole-Familien

Kernzellen unserer Schule sind die so genannten pädagogischen Familien. Diese setzen sich aus zwei bis drei Lehrpersonen sowie vier bis zehn Jugendlichen zusammen. Jede Familie wohnt in einem unserer Chalets. In den zweisprachig zusammengesetzten Wohngruppen steht das Zusammenleben, die Wertschätzung füreinander und der Umgang mit Verschiedenheiten im Zentrum. In den Grossfamilien erfahren die Jugendlichen Geborgenheit, lernen aber auch familiäre Herausforderungen kennen.

Wohnen

In der Regel teilen sich jeweils zwei Jugendliche ein Zimmer. Die Zimmer sind einfach und zweckmässig eingerichtet. Die Nähe des Zusammenlebens fordert und fördert die Jugendlichen. Schulfrust und -lust werden geteilt. Manchmal entstehen Freundschaften fürs Leben, manchmal nur Zweckgemeinschaften. In der kleinen Einheit Zimmer spielt soziales Lernen eine wichtige Rolle. Bei Konflikten sind die Verantwortlichen der jeweiligen Familie da und helfen, Lösungen zu finden.

Essen

Wir achten bei der Ernährung auf eine ausgewogene, gesunde und möglichst regionale Kost. Gemüse und Salatbuffets sind wichtige Bestandteile unseres Angebots, bei jedem Essen bieten wir vegetarische Menus an. Wo immer möglich nehmen wir auf die Essbedürfnisse der Jugendlichen Rücksicht (z.B. bei Allergien, Unverträglichkeiten).

Die täglichen Mahlzeiten nehmen wir gemeinsam in den beiden übereinander liegenden Esssälen ein. Schülerinnen und Schüler bedienen die Tische. Die einzelnen Ecole-Familien sitzen miteinander an einem grossen Familientisch. Die Mahlzeiten bieten den Familien Raum für wichtige Gespräche, den Austausch und das Teilhaben am Alltag.

"Putzpause"

Die Ecole beschäftigt nur wenig professionelles Putzpersonal. Dafür tragen alle Jugendlichen täglich Verantwortung für einen besonderen Bereich: Schulzimmer und -umgebung, Tischservice oder Abwasch.
Mit dieser so genannten „Putzpause“ wollen wir erreichen, dass Lernende und Lehrpersonen sich um die Schule sorgen. Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung für Schulgebäude und Familienhäuser und erfahren, dass alle Mitglieder der Gemeinschaft gebraucht werden. Zudem fördert die Putzpause die Achtsamkeit und den Umgang mit den Schulgebäuden und den Familienhäusern.