Ecole SchülerInnen nehmen an der Model United Nations Conference in Genf teil

Sonntag, 12. Januar 2014

Text von Daniel Davis Wood.

Während alle SchülerInnen nach den Ferien an die Ecole zurückkehrten, reiste ich vor einigen Tagen nach Genf um mich mit zwei Schülern zu treffen, die sich für die Teilnahme an der Ferney-Voltaire Model United Nations (FerMUN) conference 2014 vorbeireiteten. Darshbir Chahal (links abgebildet) und Kebir Gadio (rechts) – beide Schüler des Amerikanischen Programmes – wurden ausgewählt, um am Teffen der FerMUN G20 als Abgesandte die Europäische Union zu repräsentieren.

Zusätzlich wurde Darshbir die Ehre zuteil, seine Rede während der Eröffnungszeremonie präsentieren zu dürfen. Dort vertrat er die Ecole d'Humanité vor 650 Teilnehmenden im Human Rights Room des Palais des Nations. "Die Ecole d'Humanité hat eine kulturell vielfältige Schülerschaft mit Menschen aus über 25 verschiedenen Ländern", sagte Darshbir. "Mandarin und Kantonesisch, Russisch, Japanisch, Spanisch, Türkisch, Paschtu, Persisch, Panjabi und Hindi sind nur einige der Sprachen, die Jugendliche an der Ecole täglich hören. Man könnte daher meinen, dass sich an der Ecole eine Tradition etabliert hätte, dass SchülerInnen an solchen Konferenzen wie der FerMUN teilnehmen. Aber letztes Jahr habe ich zusammen mit Freunden festgestellt, dass dies nicht der Fall ist. Um diese Situation zu ändern, beschlossen wir, uns an einer Model United Nations Conference einzubringen. Ohne eine Vorstellung davon, wie wir uns darauf vorbereiten könnten, aber mit viel Enthusiasmus und Entschlossenheit, haben wir Hilfe bei unseren LehrerInnen gesucht und uns auf die Reise begeben, die uns heute hier nach Genf gebracht hat."

Die Teilnahme an der FerMun Conference wurde ausschliesslich von SchülerInnen organisiert. Durch Helena Gates und Darshbir entstand die Idee letzten Oktober – Kebir schloss sich dem Team etwa einen Monat später an. Einen Grossteil des letzten Trimesters verbrachten sie damit, Facharbeiten zu den drei Themen zu schreiben, die sie an der Konferenz würden diskutieren müssen – die wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels, Wassermangel und Entsalzungstechnologie sowie wetterabhängige Gefahren für die globalen Telekommunikationsnetze. Sie arbeiteten ausserdem an ihren Fähigkeiten im Debattieren, um ihre Meinung zu diesen Themen gegenüber Vertretern anderer Nationen auf der FerMUN verteidigen zu können.

Als sie auf der Konferenz ankamen, bereiteten sie einen Vorschlag für eine Resolution der United Nations vor; zum globalen Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Zusammen mit den Abgesandten von Südafrika, Brasilien und den USA schrieben sie eine Resolution und reichten diese am zweiten Tag der Konferenz zur Diskussion ein. Während der Debatte wurde ihre Resolution mit Lösungsvorschlägen anderer Abgesandter verglichen und als Ergebnis kam es zu Verhandlungen, in deren Verlauf sie für Änderungen eintreten und ihr ursprüngliches Dokument verteidigen konnten. Letztlich wurde ein alternativer Lösungsvorschlag verabschiedet, jedoch mit gavierenden Änderungen, die von den Schülern der Ecole vorgebracht worden waren. Eine der Änderungen wurde nach langer Diskussion akzeptiert, während eine zweite Änderung "reibungslos über die Bühne ging", um es mit Darshbirs Worten zu sagen.

Das Foto oben zeigt Darshbir (links) und Kebir (rechts) im Human Rights Room des Palais des Nations kurz vor Darshbir's Rede. Ursprünglich wurde es auf dem offiziellen Flickr Feed veröffentlicht und ist hier unter einer Creative Commons Lizenz (CC BY-NC-ND 2.0) zu sehen.

FerMUN gab unseren SchülerInnen eine fantastische Möglichkeit um ganz praktisch Erfahrungen zu sammeln im politischen Verhandeln und darin, für Etwas einzutreten und Kompromisse zu schliessen.

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