Das Französische Theater bezog sich auf Guillaume Apollinaire

Samstag, 07. Dezember 2013

Text von Daniel Davis Wood. Übersetzung von Christiane Ristow.

Ein Gedicht von Guillaume Apollinaire, einem der berühmtesten Dichter der Moderne, war Inspiration für das diesjährige Französische Theater. Amours wurde gestern und heute an der Ecole aufgeführt. Das Ensemble bestand aus einem Duzend Matura-SchülerInnen des Schweizer Schulsystems, die alle ihr Theaterdebüt feierten. Amours bezieht sich auf Apollinaires Gedicht „Le pont Mirabeau“ und erzählt seine Lebensgeschichte.

Es beginnt mit dem fünfjährigen Guillaume, der allein in der leeren Wohnung spielt, die er und seine Mutter bewohnen. Seine Mutter ist eine eingefleischte Spielerin, die ihren Sohn von Stadt zu Stadt schleppt, um ihrer Sucht zu frönen. Eines Tages trifft den kleinen Jungen die Muse der Dichtkunst und reicht ihm einen Federhalter, mit dem er alles niederschreiben kann. Später als erwachsener Mann lebt er unter der Brücke von Mirabeau, schreibt Gedichte und sehnt sich nach der Liebe. Er hat in seinem Leben vier Affären und nach dem stets katastrophalen Ende jeder Affäre schreibt er am Gedicht „Le pont Mirabeau“ weiter.

Wie auch in den Jahren zuvor, wurde dieses Stück auf Französisch aufgeführt. Die Mitglieder des Ensembles entwickelten das Stück unter der Leitung ihres Lehrers Alain, nachdem sie das Gedicht „Le pont Mirabeau“ zu Beginn des Trimesters behandelt hatten. Das Foto zeigt das Ensemble auf dem Model der Mirabeau.

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