Erntefest 2013: Ein Hoch auf die lokalen Produkte

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Text von Daniel Davis Wood. Übersetzung von Christiane Ristow.

Der Grosse Saal füllt sich mit Ecolianern zum Erntefest 2013.

Gestern Abend kochten und verspeisten wir an der Ecole ein buntes Sammelsurium von leckeren Köstlichkeiten, um die Premiere unseres Erntefestes zu feiern. Die Idee entstand aus dem Nachhaltigkeitsprojekt, das unseren SchülerInnen ihre natürliche Umwelt näher bringt und ihnen hilft, diese zu schätzen, zu verstehen und mit ihr zu interagieren. Jede Familie kochte ein frei gewähltes, kleines Gericht, das nur aus frischen Produkten von den Bauernhöfen der Haslital-Region bestand. Dieses wurde dann zusammen mit einer selbst gebastelten Laterne den anderen Ecole-Familien und einer Juri aus den hiesigen Produzenten präsentiert, die das leckerste Gericht kürten.

Die Kürbis Laterne vom Geheeb Haus.

Die Festlichkeiten begannen am frühen Nachmittag, als die Familien in ihren Küchen anfingen zu kochen. Während im Geheeb-Haus Fleischbällchen gedreht wurden, das Haus an Hang Borschtsch kochte, bereitete Osthaus Oben einen edlen Kürbiskuchen zu und Osthaus Unten arbeitete an einer gigantischen Kürbis-Meringue mit Eiern und Kürbis aus der Region. Familien, die nicht am Kochwettbewerb teilnahmen, dekorierten den Grossen Saal, deckten Tische und platzierten die Laternen. Bei Sonnenuntergang war alles bereit für das wunderbare Fest.

Alex und Arik beim kochen.

Kebir Gadio vom Haus Wagenschein sagte: „Ich habe es sehr genossen, all die verschiedenen Gerichte auszuprobieren, die für die Gemeinschaft vorbereitet wurden, auch wenn unser Dessert leider nicht unter die Top Drei kam. Meine Familie hat zwei Bleche köstlichen Kürbis-Käse-Kuchen gemacht.“ Nachdem unsere Gäste den 150 SchülerInnen und MitarbeiterInnen vorgestellt wurden, haben wir unseren Appetit mit den wunderbaren, Suppen, Salaten, Gebackenem, Fleischgerichten und jeder Menge Käse, Brot und gegrillten Würstchen von den hiesigen Lieferanten gestillt. Danach füllten Joghurt, verschiedene Kuchen und Crème Brûlée als Dessert unsere Mägen.

Den zwei Stunden des Feierns folgte eine Stunde Volkstanz und am Ende wurden die Siegerfamilien aufgerufen. Haus am Hang gewann den ersten Platz für die schönste Laterne. Diese drehte sich wie ein Karussell durch die Wärme einer Kerze. Osthaus Unten trug für seine Kürbis-Meringue den ersten Platz nach Hause.

Die Crème brûlée vom Waldhaus.

Rückblickend ist es schwer zu glauben, dass dies das erste Erntefest an der Ecole war. Es hat allen viel Spass gemacht und – was genauso wichtig ist – es gibt den SchülerInnen die Gelegenheit mit den eigenen Händen und den eigenen Sinnen Gerichte zuzubereiten und miteinander zu teilen, die nur aus den Produkten des eigenen „Hausgartens“ zubereitet wurden. Dieses Erntefest war nur das erste von noch vielen Festen, die noch kommen werden.

Unten: Julius und Jody dekorieren den Grossen Saal.

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