Ecole SchülerInnen entdecken die Geheimnisse der Psyche

Sonntag, 13. Oktober 2013

Letzte Woche organisierten 5 SchülerInnen, die den Kurs Advanced Psychology im Amerikanischen System der Ecole belegen, eine Exkursion zur Webster University Counseling and Psychology Conference in Genf. Die Exkursion gab ihnen die Möglichkeit, Präsentationen von professionellen Psychologen zu hören und von innovativen psychologischen Studien zu hören. Mit Unterstützung von ihrer Lehrerin – Marnie Davis Wood – übernahmen die SchülerInnen Verantwortung für die Fahrt: Sie organisierten den Transport, die Mahlzeiten sowie die Auswahl der Workshops und Reden während der Konferenz. Im folgenden Abschnitt kommen zwei Jugendliche zu Wort und berichten, was sie während der Konferenz gelernt haben. Ihre Beiträge zeigen, wie die Exkursion dazu beigetragen hat, ihr Verständnis dafür zu vertiefen, was sie an der Ecole gerade lernen.

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Hannah Snoeren-Place: Bereit, in aller Frühe aufzustehen, nahmen wir den ersten Bus am Morgen nach Genf. Wir kamen rechtzeitig an um die erste Einheit – Healing the Fractured Self – zu hören sowie eine Präsentation über die psychologische Genesung von Opfern physischer Gewalt. Wir verbrachten eine Nacht in Genf, zusammen mit zwei Vertretern der Webster University, die uns einige Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigten. Am folgenden Morgen besuchten wir auf der Konferenz eine Präsentation über den Einsatz stationärer Therapie, um neurobiologische Veränderungen in den Gedankenmustern von Trauma-Opfern herbeizuführen.

Leo Wöhrle: Traumata bildeten den Hauptgegenstand der Konferenz. Eine der Referentinnen sprach darüber, wie man das Trauma von Menschen behandeln kann, die Krieg miterlebt haben. Sie schlug vor, traumatisierte Menschen zu ermutigen, verschiedene Bilder auf Kleidungsstücke zu nähen. Einige Patienten würden Bilder wählen, die jene Dinge zeigen, welche sie nicht vergessen können; andere wählen Bilder, die sie selbst so darstellen, wie sie in Zukunft gern sein würden. Der Prozess des Nähens würde Menschen helfen, die grossen psychologischen Schaden erlitten haben, aber zu verängstigt sind, um laut auszusprechen, was ihnen widerfahren ist.

Hannah Snoeren-Place: Wir beendeten die Exkursion mit einer interessanten Arbeitsgruppe zur frühzeitigen Intervention bei Autismus. Die Referentin, Hilary Wood de Wilde, ist eine Psychologin mit einer eigenen Praxis in Genf. Dort behandelt sie Kinder, bei denen Autismus in einem sehr frühen Alter diagnostiziert wurde und arbeitet mit ihnen daran, ihre sozialen Fähigkeiten zu verbessern. Dazu nutzt sie ein Programm über drei Jahre, welches vor allem Spiele beinhaltet, um diesen Kindern beizubringen, andere Menschen wahrzunehmen und innerhalb einer Gruppe aktiver zu werden. Während der Konferenz zeigte sie Videos von diesen Kindern – einmal als sie die Praxis betraten und nochmals nach dem Abschluss ihres Kurses. Die Fortschritte der Kinder waren unglaublich und ihre sozialen Interaktionen auf einem Niveau, das ihrem Alter entsprach. Wenn zeitig eingegriffen würde – so erklärte sie – würden Kinder mit Autismus fähig sein, besser zu kommunizieren und sich sozial zu integrieren.

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Die SchülerInnen des Kurses Advanced Psychology sind nun zurück an der Ecole. Dort diskutieren und schreiben sie über die Forschungsergebnisse, die während der Konferenz präsentiert wurden – und natürlich werden einige dieses Material auch dazu benutzen, sich auf ihren AP Psychology Test im Mai 2014 vorzubereiten.

Unten: Leo, Yannick, Hassib, Hannah und Andrew während der Konferenz.

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