Wagenschein Didaktik

Sonntag, 27. Dezember 2015

Text von Hannelore Eisenhauer, Fotos von Mandy Metzner

Am Freitag, den 23. Januar 2015 kam Professor Dr. Dr. Ueli Aeschlimann von der Pädagogischen Hochschule Bern an die Ecole, um für interessierte Mitarbeiter zu Martin Wagenschein, dem Mathematik- und Physikdidaktiker, einen Weiterbildungsnachmittag durchzuführen.

Professor Aeschlimann ist wohl der profundeste Wagenschein-Kenner im Schweizerischen Raum. Vor 15 Jahren war er Mitarbeiter der Ecole. Ein Schwerpunkt seiner Universitätsarbeit ist die Wagenschein-Pädagogik.Darum ging es auch an diesem Nachmittag. Mit viel Information und Humor zeigte er in kurzen Sequenzen, wie er seinen Studierenden Einblick in den Unterricht nach Wagenschein gibt.

Danach hielt er einen kleinen Vortrag zu „Wagenschein in der Schule von heute“ in dessen Anschluss ein lebhafter Austausch stattfand. (der Vortrag selbst kann auf der Homepage des Wagenschein-Archivs http://www.martin-wagenschein.de/1/1-3/Vortrag 23 01 15.pdf nachgelesen werden.) Kurz, es war ein sehr gelungener, lehrreicher Nachmittag.

Für den 6. Januar 2016 hat sich Prof. Aeschlimann bereit erklärt, noch einmal zu kommen und mit uns ein anderes Thema von Wagenschein zu bearbeiten. An der Ecole gibt es ja nicht nur das Wagenschein-Haus und ein Wagenschein-Archiv, unsere Lehrpersonen versuchen auch immer wieder, die Grundsätze Wagenscheins in ihren Unterricht einzubauen – das wirkliche Verstehen zu lehren, das es den Lernenden ermöglicht, dieses wirklich Verstandene auch später anzuwenden. Martin Wagenschein war seit dem Beginn seiner Berufstätigkeit mit Geheebs befreundet und bekam durch seine neunjährige Tätigkeit an der Odenwaldschule wesentliche Impulse für seine Didaktik. Da die Ecole sein Haupterbe war, ermöglichte er nach seinem Tod (1988) den Bau des Geheeb-Hauses, nicht des Wagenschein-Hauses, das gab es schon früher . Wir freuen uns auf das Wintertrimester und sind gespannt, welches Thema Professor Aeschlimann dann mit uns bearbeiten wird.

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