Vier-Tage-Wanderung im Val Grande

Montag, 05. Oktober 2015

von Martyn Bryant

Wie es die Wandertradition der Ecole ist, teilten wir uns Ende vorletzter Woche in Wandergruppen auf, um die verschiedensten Regionen zu erwandern. Eine Gruppe ging auch nach Deutschland, um durch das Rheintal zu wandern.

Ashley und ich gingen mit zehn SchülerInnen ins Val Grande in den Italienischen Alpen, nahe Domodossola.

Ashley ist seit Jahren mit dem Naturpark bestens vertraut. So wusste er, dass wir am Besten von der Alpe Ragozzale aus in den Park hineinwandern. Von dort hat man eine einzigartige Aussicht in das Tal mit seinen Urwäldern und dem Lago Maggiore im Hintergrund.

Als wir in das Tal mit seinem vielfältigen Baumbestand hineinzogen, zeigte Ashley uns Lerchen, Fichten, Buchen, Birken und Eschen - woher auch Ashley's Name kommt, denn auf English ist das die Ash. Wir fanden Riesenschirmpilze (Parasolpilze), wilden Spinat und machten daraus ein herrliches Pesto.

Wo immer wir unser Lager aufschlugen, es wurden Skulpturen und Steinmändli gebaut und – vermeintlich – hunderte Cervelats gegrillt.

Unter Ashleys Anleitung führten drei SchülerInnen abwechselnd unsere Gruppe an, gaben die Richtung vor, bestimmten das Tempo und steuerten die Gruppendynamik; und sie haben das alle hervorragend gemeistert.

Andere Wandergruppen sahen die Mondfinsternis. Doch wir waren in dieser Nacht in dichten Nebel eingehüllt und sahen nicht weiter als zehn Meter. Um das irgendwie auszugleichen, sorgten wir am Ende der Wanderung dafür, dass sich unsere Münder mit reichlich Italienischem Gelato “verfinsterten”.

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