Zum Andenken an Armin und Natalie

Montag, 07. Oktober 2013

Text von Daniel Davis Wood. Übersetzung von Theresa Bach.

Mit der Andacht am letzten Sonntag gedachte die gesamte Schulgemeinschaft zweier Personen – Armin Lüthi und Natalie Lüthi-Peterson, die gemeinsam lange Jahre die Schule geleitet hatten. Armin und Natalie übernahmen die Leitung der Ecole 1961 nach dem Tod des Schulgründers Paul Geheeb. Die folgenden 34 Jahre verbrachten sie damit, die Entwicklung und Vergrösserung der Schule zu sichern und leisteten auch noch während ihres Ruhestandes – bis zu ihrem Tod – wichtige Beiträge für die Schulgemeinschaft.

Natalie starb vor fast einem Jahr, am 23. November 2012; Armin folgte ihr kürzlich, am 10. September 2013. Obwohl an der Ecole Gedenkfeiern sowohl für Armin und Natalie stattgefunden hatten, war die Andacht am letzten Abend das erste Treffen der gesamten Schulgemeinschaft um das Leben von Armin und Natalie zu würdigen. Wie Ernst Thöni und Sonia Benenson erklärten, bietet die Andacht eine Möglichkeit für die Schulgemeinschaft, gemeinsam über Lebensfragen und Ethik nachzudenken. Die gestrige Andacht stellte mit Henry Hu am Klavier die Musik in den Mittelpunkt – als ein Transportmittel um über Armins und Natalies Wirken an der Ecole d'Humanité nachzudenken – ganz nach dem Zitat von Victor Hugo: Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. Henry Hu spielte klassische Stücke von Bach, Beethoven, Ravel und Schostakovitsch – Stücke, die für ihn in irgendeiner Weise in Verbindung zu Armin und Natalie standen. Fehlerlos vorgetragen erlaubte sein Spiel jenen Zuhörern, die Armin und Natalie kannten, sich zu erinnern – an zwei leidenschaftliche, grossherzige, menschliche und geliebte Freunde und Leitungspersonen.

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