Ruth C. Cohn - Bibliothek
an der Ecole d'Humanité
Am 21. März 1998 fand die Namensgebung der Schulbibliothek an der Ecole d'Humanité in Hasliberg Goldern statt. Sie wurde auf den Namen Ruth C. Cohn - Bibliothek getauft.
Das ganzheitliche und lebendige Miteinander-Lernen ist die Grundlage der Themenzentrierten Interaktion (TZI). Dr. h.c. Ruth C. Cohn, "eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Humanistischen Psychologie und Pädagogik" (Psychologie heute), hat diese Methode entwickelt, die in den letzten zwei Jahrzehnten weite Verbreitung gefunden hat. Kooperationsbereitschaft anstelle von störender (und zerstörerischer) Rivalität, Wirklichkeitssinn und Sensibilität für eigene und anderer Bedürfnisse statt illusionärer Vorstellungen, eigene Verantwortlichkeit anstelle von Fremdsteuerung - das sind einige der Grundregeln, die helfen, das Wachstum der Persönlichkeit zu fördern und heilsam zu wirken.
Seit 1974 lebt Frau Dr. h.c. Ruth Cohn in der Ecole d'Humanité; sie ist als Beraterin und Supervisorin tätig. Die Anwesenheit einer Persönlichkeit vom geistigen Rang Ruth Cohn's ist einer der Glücksfälle in der Geschichte dieser Schule mit absehbaren, aber auch mit unabsehbaren Folgen im Schulgeschehen. Dr. Hans Näf (graduiert in TZI, bis 1996 Präsident der Genossenschaft Ecole d'Humanité) schreibt: "ln der Ecole d'Humanité hat sich die TZI von Dr. h.c. Ruth C. Cohn als äusserst hilfreiches Leitungsmodell erwiesen. Die idealistischen Zielsetzungen einer friedlichen Völkergemeinschaft von Edith und Paul Geheeb, das Streben nach einem lebendigen Unterricht, der möglichst angstfrei sei und die Selbsttätigkeit jedes Einzelnen fördere, decken sich mit den Wertvorstellungen von TZI."
| Zur Person Ruth C. Cohn | |
| 1912 | geboren in Berlin |
| 1933 | Emigration in die Schweiz - Studien an der Universität
Zürich in Psychologie und Literatur u.a. - Ausbildung in Psychoanalyse
(Int. Ges. f. Psychoanalyse) |
| 1941 | Emigration in die USA - Ausbildung an der Bankerstreet School
für Kindergarten und erste Schuljahre (Pädagogik) und Mitgestalterin der aufkommenden neuen Psychotherapien |
| 50er und 60er Jahre |
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| seit 1968 | Verbindungen mit Europa |
| 1971 | Psychologist of The Year Award |
| 1973 | Einwanderung nach Europa, zuerst zum Westfälischen Kooperationsmodell, Vlotho |
| seit 1974 | Freie Praxis und Lehrerin von TZI und Beraterin für das Kollegium in der Ecole d'Humanité in Hasllberg Goldern |
| 1979 | Verleihung des Ehrendoktors durch die Universität Hamburg |
| 1992 | Verleihung des Ehrendoktors durch die Universität Bern |
| Im Klett-Cotta Verlag sind erschienen | |
| Ruth C. Cohn / Alfred Farau: | "Gelebte Geschichte der Psychotherapie" |
| Ruth C. Cohn: | "Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion" |
| Ruth C. Cohn: | "Lebendiges Lehren und Lernen. TZI macht Schule" |
| Ruth C. Cohn: | "TZI" |
Presse-Echo im «Der Oberhasler»