Anregung international verwirklichter
Reformpädagogik: Die Ecole d'Humanité
Vortrag von Armin Lüthi an der Greifswalder Tagung
(25./26.10.1996)
I. Historischer Teil
Die Geschichte der Landerziehungsheime ist die Geschichte einiger starrköpfiger, streitsüchtiger, hochbegabter, einiger wirklich schwieriger Männer. Ich nehme an, daß Ihnen Leben und Werk von Hermann Lietz, dem Gründer dieser ganzen Bewegung vertraut ist, er ist ja einer der Ihren. Aber auch Paul Geheeb kommt aus dem Osten Deutschlands - aus Geisa in Thüringen, wo seit 3 Jahren an seinem Geburtshaus, der Apotheke, eine Gedenktafel hängt. Ich darf Ihnen heute von Geheeb erzählen, und ich will mich bemühen, mehr von der Wirkungsgeschichte seiner Pädagogik zu sagen und der Versuchung zu widerstehen, nur über dieses lange Leben von 1870 bis 1961, zu reden, über seine dramatische, traumatisierte Jugend in Geisa, sein Studium von 20 Semestern, über seine Verrücktheiten und über seine Genialität.
Geheeb selbst sagt: "Mein Leben ist durch Katastrophen bestimmt." In der Tat, es gibt sie: Der frühe Tod der geliebten Mutter, die Katastrophe Lietz, die Katastrophe Gustav Wyneken, der 1.Weltkrieg, der aufkommende Nationalsozialismus, die Emigration in die Schweiz mit einer ununterbrochenen Kette von existenzbedrohenden Katastrophen. Es gab aber noch tiefer wirkende persönliche Erschütterungen: Etwa der Tod von Otto Braun, einem Lieblingsschüler. Dieser Tod hat Geheeb an der Rand des völligen Zusammenbruchs geführt.
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Ist Geheeb wirklich der schwierige, starrköpfige Mensch, dessen Leben durch Katastrophen bestimmt ist? - Er hat von den vielen Errettungen und den Glücksfällen seines Lebens nicht oft erzählt: Von der Ehe mit der ihm geistig ebenbürtigen, aber unendlich viel lebensklügeren Edith Cassirer, davon, dass sein Schwiegervater ihm die Verwirklichung seiner radikalen Ideen ermöglichte, 1910 in der Odenwaldschule, deren jährliche Defizite er auch bis 1934 beglich. Diese Odenwaldschule wurde schnell zum umfassendsten und kühnsten Schulversuch Deutschlands, ja ganz Europas, wie Herders pädagogisches Lexion (1930) urteilte.
Es muss in den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts sehr bald gewinnversprechend gewesen sein, wenn man sich als der Schulreform zugehörig deklarierte, insbesondere als Landerziehungsheim. Prof. Adolf Ferrière vom Institut Jean Jacques Rousseau in Genf, einer der Theoretiker der Neuen Erziehung hielt es daher schon 1914 für notwendig, den Trittbrettfahrern der neuen Bewegung einen Kriterienkatalog entgegenzuhalten und 30 Forderungen aufzustellen, die mindesten zur Hälfte erfüllt sein müssten. Nur die Odenwaldschule genügte allen Forderungen.
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Ich kann die weitere Geschichte der Schule nur streifen. Genaues kann man jetzt in 2 Dissertationen erfahren: Martin Näf hat die seine vor einigen Monaten bei Prof. Oelkers in Bern eingereicht: Summa cum laude. Sie bricht allerdings 1910 ab. Eine Fortsetzung ist geplant. Dennis Shirley schrieb seine Dissertation 1990 in Harvard, sie ist als Buch erschienen (1992, Harvard University Press): "The Politics of Progressive Education. The Odenwaldschule in Nazi Germany."
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Wie schwierig und verwirrend gerade diese Jahre 1932-34 gewesen sind, können Sie aus einem Abschnitt eines Briefes ersehen, der am 13.1.1934 an Edith Geheeb geschrieben worden ist.
Max Cassirer an Edith Geheeb-Cassirer vom 13.1.1934:
..."Diejenigen (Eltern) aber, die völlig mit den jetzigen Einrichtungen des Staates zufrieden sind - und das ist doch die größte Mehrheit - werden Bedenken haben, Euch die Schüler anzuvertrauen, weil Paul ihnen wahrscheinlich nicht weit genug geht, und weil sie ihn nicht für einen hundertprozentigen Nationalsozialisten halten, als den er sich ja auch nicht ausgeben will, obgleich Du völlig Recht hast, wenn Du sagst, dass ihr im Prinzip ja eigentlich mit dem neuen Geist einverstanden seid, und dass Ihr in gewissem Sinn viel vorgearbeitet habt...."
Das hat ja nun nicht irgendwer geschrieben, sondern Max Cassirer, der Vater: Jude, erfolgreicher Industrieller, Stadtrat und Ehrenbürger von Berlin, ein lebenskluger, weltgewandter Mensch.
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1934 Emigration nach Versoix bei Genf
Die
Nachfolgeschule der OSO heisst Ecole d'Humanité, keine deutsche Schule
im Ausland, sondern eine "Schule der Menschheit". Es folgt der unaufhaltbare
Abstieg:
1943 ist der Tiefpunkt erreicht: Noch 7
Flüchtlingskinder leben mit Geheebs und einigen Getreuen in einer
Naturfreundehütte. Das ist übriggeblieben vom kühnsten
Schulversuch Europas.
1946 - also vor 50 Jahren - Umzug nach Goldern
im Berner Oberland
10.10.1960 Der 90. Geburtstag wird zum
Wendepunkt, bringt viel öffentliche Anerkennung: Goetheplakette,
Gemeinsame Botschaft aller Kultusminister, Ehrendoktorat von Tübingen und
Visva Bharati, der von Tagore gegründeten Universität in Indien.
1.5.1961 Geheeb stirbt im 91. Lebensjahr.
Der Vorstand der
Genossenschaft Ecole d''Humanité beauftragt meine Frau und mich,
zusammen mit Edith Geheeb mit der Schulleitung. Wir haben diese Aufgabe nicht
leichten Herzens übernommen. Wer kann schon Nachfolger eines Mannes
werden, der mit Rehen stundenlange Wanderungen im Wald unternimmt, dem sich die
Bussarde auf die Schultern setzen, dem der bissige Hund die schwer verletzte
Pfote auf das Knie legt, der einem im Konzentrationslager verstummten Kind die
Sprache zurückgibt? Geheeb selbst hat sich nicht um seine Nachfolge
bemüht. Der einzige Hinweis, die einzige Hilfe, die wir von ihm direkt
bekamen, war der Satz: "Man kann nur seinem ärgsten Feind wünschen,
eine solche Schule zu leiten."
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Was ist nun aber heute in der Ecole d'Humanité übrig geblieben von all dem, was die OSO ausgezeichnet hat? Ist sie das sehr lebendige Leitfossil der Reformpädagogik, als das manche Zeitgenossen sie sehen? Oder ist alles nur "eine Flucht in die Anspruchslosigkeit einer antiintellektuellen, reformpädagogisch romantisierenden Idylle?" Und: Wie kommt es, dass sehr alte Altschüler und Altschülerinnen in der heutigen Schule vieles wiedererkennen, was ihnen die Odenwaldschule seinerzeit so lieb und lebensbestimmend hat werden lassen?
Eine vorläufige Antwort könnte heissen: Da spielt die aussergewöhnliche Konstanz von Leitung und Mitarbeiterschaft mit. Edith Geheeb hat bis zu ihrem Tod im 97.Lebensjahr, 1982, die Leitung liebevoll und wachsam begleitet, meine Frau und ich sind seit 1948 in unterschiedlichen Funktionen mit der Schule verbunden, eine Gruppe von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen hat der Schule zwischen 25 und 40 Jahren die Treue gehalten.
Solche Treue, solche Konstanz enthält zweifellos die Gefahr der Erstarrung, der tödlichen Routine, wenn da nicht die Geheebsche Konzeption sich immer wieder als beunruhigend, attraktiv, als lebendig, tragfähig und überraschend modern erwiesen hätte.
Ich bin natürlich oft der kritischen und zweifelnden Frage begegnet, ob denn noch möglich sei, was 1910 geglückt ist, ob die Welt, die Kinder, die Jugendlichen, aber auch die Erwachsenen denn heute nicht völlig andere Vorstellungen, Erfahrungen u. Bedürfnisse hätten. Es ist meine Überzeugung, dass diese berechtigte Frage oft zu der einseitigen Antwort führt: Heute ist alles radikal anders. Natürlich ist vieles anders geworden, aber das, was menschliches Sein ausmacht, zeigt sich auch merkwürdig konstant: Die Auseinandersetzung mit den Eltern, die Loslösung, die Geschwisterkonstellation, die Peergruppe, als besonders wirksamer Faktor der Sozialisation, um nur einige Aspekte zu nennen. Ein Beispiel für Konstanz: Die Peergrupe, die alle erzieherischen Intentionen einfach wegspült: Im Steglitzer Selbstmordprozess wurde Paul Krantz, später unter dem Schriftstellernamen Ernst Erich Noth bekannt, vorgeworfen, er hätte unter Gleichaltrigen eine Selbstmordwelle iniziiert, - das war vor 70 Jahren. (Geheeb hat Krantz nach dem Prozess übrigens in die Odenwaldschule aufgenommen) Ein Beispiel für Veränderung: Heute reden Mädchen und Buben in der Familiengruppe ohne Verlegenheit z.B. über Menstruation, ist ein Kondom kein rätselhafter und geheimnisvoller Gegendstand, über den man sich in meiner Bubenzeit sagenhafte Vorstellungen machte.
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II. Die heutige Schule
Die heutige Situation
150
junge Menschen, vom Säugling, dessen Eltern in der Schule arbeiten, und
der in einer koedukativen Internatsschule absolut unersetzlich ist, bis zur
22jährigen Chinesin, die sich auf die Universität vorbereitet.
Jungen und Mädchen, möglichst gleichviele, aus 22 Nationen, von
verschiedener Religion, Konfession, Hautfarbe, Begabung, sozialer Herkunft.
Ein deutschsprachiges Schulsystem, bis zum Abschluss der obligatorischen
Schulpflicht (in der Schweiz 9 Schuljahre), bis zu einem gehobenen Abschluss
(Diplommittelschule) oder Eidgenössische Maturität.
Ein
USA-Schulsystem bis zum Highschool Abschluss (12 Schuljahre) mit Berechtigung
zum Studium in England oder in USA.
34 Lehrer und Lehrerinnen
Seit 1995
eine neues, 5köpfiges Leitungsteam
Gemeinnützige Genossenschaft
mit Vorstand, der die letzte Verantwortung trägt.
Finanzierung:
Nur durch die Schulgelder, die die Eltern bezahlen. Keinerlei staatliche
Hilfe. Nur möglich dadurch, dass wir alle sehr viel kleinere Löhne
beziehen, als dies im Lehrgeschäft üblich ist. Über
Pädagogik und Geld wäre viel zu sagen! Insbesondere auch
darüber, dass die Knappheit von Geld mit der Qualität von
Pädagogik wenig zu tun hat. Relative Armut führt z.B. zu
günstiger Auslese der Mitarbeiterschaft.
22 Häuser
zum
Teil im Schulzentrum, zum Teil im kleinen Berner Oberländer Bergdorf
integriert, in einer wunderbaren Landschaft, die von Zersiedlung bedroht und
von überbordendem Tagestourismus konsumiert wird. 1050m ü.M.
Unterricht
Im folgenden
beschreibe ich vorwiegend das deutschsprachige Schulsystem - im wesentlichen
ein schweizerisches. Im amerikanischen gelten z.T. andere Richtlinien.
Bei
der Um- und Ausgestaltung der Unterrichts in den ersten Jahren der
Odenwaldschule war u.a. das Büchlein von Georg Kerschensteiner:"Das
Grundaxiom des Bildungsprozesses" massgebend. Etwas salopp ausgedrückt
besagt dieses Axiom ja nur, dass es verlorene Liebesmühe sei, einem Kind
etwas beibringen zu wollen, für das es nicht die nötige Reife und die
nötige geistige Struktur aufweise.
Wie aber wurde und wird
Kerschensteiner in schulische Realität umgesetzt? Durch
grösstmögliche Flexibiblität, durch ein echtes, ernstgenommenes
Mitsprache- und Wahlrecht des Kindes bei der Gestaltung des eigenen Lehrplans,
durch Auflösung der Jahrgangsklasse zugunsten von Leistungsgruppen,
Interessengruppen, Fördergruppen, durch das , was man heute Innere
Differenzierung nennt. Beim Lehrpersonal kommt dazu: Freundliche Distanz allen
Lehrplänen gegenüber: sie sind nicht als ewige Wahrheiten vom Himmel
gefallen, es sind mühsam ausgehandelte Kompromisse.
Aber auch:
Konzentration und Beschränkung des Lehrstoffs. 3 Lektionen am
Vormittag: 75, 60, 60 Minuten. Jeden Tag dieselben 3 Fächer während
ca 5 Wochen = eine Kursperiode.
Am Nachmittag:
Ein reiches
Angebot von musischen, handwerklichen, sozialen, sportlichen Aktivitäten.
Dies nicht als Luxusamusement für diejenigen, die sich solches leisten
können, sondern als Gegenwelt zur alkoholisierten, sexualisierten,
verdrögelten, todlangweiligen und spannungslosen Lebenswirklichkeit
allzuvieler Jugendlicher. Auch da: Spielraum für eigene Entscheidungen
innerhalb eines gegebenen Rahmens.
Und auch das noch:
Keine
Noten, wohl aber Lehrerurteile in Form eines nicht-standardisierten, einmaligen
Berichtes über ein einmaliges Kind - nach jeder Kursperiode. Grösste
Skepsis und Zurückhaltung aller Beurteilung gegenüber, auch der
unsrigen. Ich weiss, wovon ich rede, ich habe mehrere tausend Berichte
geschrieben.
Dem Recht auf Mitsprache bei der Kurswahl entspricht am Ende
der Kursperiode die Bewertung der eigenen Arbeit, die jeder Schüler, jede
Schülerin in das sog. Olivgrüne Heft einträgt.
Das also ist der äussere Rahmen, in dem Unterricht stattfindet:
Wie aber wird dieser Rahmen gefüllt? Man kann ja auch bei hilfreichen und befreienden Strukturen schlechten Unterricht erteilen - auch bei uns. Wie guter Unterricht zu gestalten sei, das ist das Thema der wöchentlichen Didaktikgruppen, in denen Unterricht gemeinsam vorbereitet und analysiert wird, wo Probleme der Methodik auch Disziplinfragen angegangen werden. Vereinfacht gesagt, werden alle Methoden unterstützt, die Selbsttätigkeit und Selbständigkeit fördern und die entdeckendes Lernen zulassen. Zwei Namen sind zu nennen, die für diese Richtung stehen:
Martin Wagenschein
und sein exemplarisch - genetisch -
sokratisches Lehren. Er war 9 Jahre lang Lehrer in der Odenwaldschule, nach
1949 häufiger Gast in der Ecole d'Humanité in Goldern. Einer meiner
persönlichen Glücksfälle: Ich habe 1949 als blutjunger Lehrer
miterlebt, wie Wagenschein mit einer Gruppe zum ersten mal Euklids Beweis, dass
es keine letzte Primzahl gibt, durchgeführt hat. Nicht in 10 Minuten, wie
dies möglich und üblich ist, sondern in 6 Stunden. Seither weiss ich,
was Unterrichtskunst ist.
Denken Sie nun nicht, wir seien eine Wagenschein-Schule. Wagenschein gewissermassen als Polarstern, der die Richtung verlässlich anzeigt. Unser bescheidenes Ziel momentan: Einmal im Jahr sollten alle exemplarisch - genetisch - sokratischen Unterricht erleben.
Ruth Cohn
und ihre Themenzentrierte Interaktion TZI. Ruth
Cohn ist mittlerweile eine berühmte Frau geworden: Psychologin des Jahres
in New York, Ehrendoktorin der Universitäten Hamburg und Bern. In den USA
wurde sie zu einer der Begründerinnen der Humanistischen Psychologie,
vollzog früh den Wandel von der Einzeltherapie zur Gruppentherapie und
immer deutlicher zur Gruppenpädagogik. Heute wird das System der TZI in
Kirchen, in Gefängnissen, in der Industrie, in vielen Universitäten
angewendet, dh. dort, wo man versucht, effizient und human zu sein.
Seit 1974 lebt Ruth Cohn bei uns. Sie hat vieles bewegt. Da die philosophischen Grundlagen von TZI mit der Geheebschen Konzeption kongruent sind, ergab sich eine ausserordentlich fruchtbare Zusammenarbeit, deren Wirkung im Unterricht, in der Erziehung, aber auch im Alltag spürbar ist.
Erziehung
Das, was ein LEH erst zu
einem solchen macht, ist die Einheit von Erziehung und Unterricht. Dies hat die
Konsequenz, dass die Lehrer- und Lehrerinnen gleichzeitig auch die
Erziehungsarbeit leisten. In allen Schulheimen häuft sich die Anzahl der
Problemkinder, sodass die Lehrer oft für die schwierige Erziehungsaufgabe
beinahe verbraucht werden. - Unterricht findet dann auch noch statt. So konnte
das Missverständnis entstehen, LEH seien intellektfeindlich.
Auch wir müssen uns enorm anstrengen, nicht zu einem Erziehungsheim für sozial Geschädigte zu werden. Unsere Konzeption ist dafür untauglich, wohl aber ist unsere Schule ein guter Ort, auch für Geschädigte, wenn eine Balance besteht zwischen der Anzahl der Problemfälle und der der tragfähigen, einsatzfreudigen Jugendlichen. Diese Balance erkaufen wir uns, indem wir grosse Schulgeldermässigungen gewähren.
Erziehung: Was ist das? Wieviel? Wozu?
Es ist
wohl noch schwieriger, darüber auch nur eine bescheidene Einigkeit zu
erreichen als über Unterrichtsfragen, weil hier Werte mit hineinspielen,
über die zu diskutieren schlicht sinnlos ist. Geheeb hat keine Theorie
hinterlassen, wir kennen seine Praxis, einige Vorträge und kurze Schriften
and dann die Zitate, die er vor dem Mittagessen gezielt eingesetzt hat. Ein von
ihm immer und immer wieder wiederholtes Wort, das ihm alles zu enthalten
schien, was als Erziehungsanweisung sagbar ist, ist das Pindarwort: Werde, der
du bist! (Diese Maxime ist mir immer etwas dunkel geblieben!)
Wenn
Erziehung mehr ist, als die Aufsicht beim Zähneputzen und Löschen des
Lichtes, was ist sie? Hier noch einige unsystematische und unvollständige
Gedanken dazu:
Drei Forderungen an die Erwachsenen:
6 Forderungen an Jung und Alt:
Meine Damen und Herren!
Wir wissen es: Das Licht kommt aus dem
Osten. Es ist zu hoffen, dass jetzt hier unter uns einige starrköpfige,
streitsüchtige, hochbegabte, einige wirklich schwierige Männer und
Frauen sitzen, die der Pädagogik neue, starke Impulse verleihen, Impulse,
wie sie von den Gründergestalten der Reformpädagogik ausgegangen
sind.